Akın Emanuel Şipal
1991 in Essen geboren, studierte Film an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Für sein erstes Theaterstück Vor Wien gewann er den bundesweiten Wettbewerb "In Zukunft" 2012, für Santa Monica erhielt er den Förderpreis Literatur der Kulturbehörde Hamburg. Sipal ist als Drehbuchautor an diversen Kurz- und Langfilmen beteiligt, die auf Festivals wie Festival des Films du Monde de Montréal (Prix du Jury für The Bicycle), Shanghai International Film Festival oder Cairo International Film Festival zu sehen.
Akın Emanuel Şipals Stück Akins Traum oder Ein wilder Ritt auf einem Halbpferd wurde bei WAS FÜR EIN DRAMA! #2 vorgestellt.

Fotorechte: Anna Schütz
Akins Traum oder Ein wilder Ritt auf einem Halbpferd
Alter Ego, Hausmann und Künstler, ist gerade mit seiner Familie von Düsseldorf nach Gelsenkirchen gezogen, da erscheint ihm ein Halbpferd und will ihn in die Vergangenheit des Osmanischen Reichs mitnehmen. Jeder Fluchtversuch ist zwecklos. Das Halbpferd galoppiert neben dem E-Roller her und lotst Alter Ego in eine Raum-Zeit-Schere, geradewegs ins „Sultanat der Frauen", ein Zeitabschnitt der Osmanischen Geschichte, in dem die Sultansmütter das Sagen haben.
Gleichzeitig muss Alter Ego den Haushalt in der Gegenwart schmeißen und sieht in ihr lauter Zeichen der Osmanischen Geschichte: nicht wenige der Bewohner:innen der vom postindustriellen Phantomschmerz belegten Ruhrgebietsstadt sind Nachfahren von Bewohner:innen des Osmanischen Reichs. Schafft Alter Ego es, die auseinanderklaffenden Zeitebenen zu verblenden, oder geht er an ihnen zugrunde? Das geschwätzige Halbpferd sagt es: „Dies ist ein Lehrstück. (…). Ein Lehrstück, aber sexy."
Zitat
ALTER EGO
Wo findet sich ein Pfad durch das Massiv der Dokumente? Wohin mit dem Labsal all dieser Quellen, die niemand mehr versteht? Was tun, wenn von dieser Expedition ins Unbekannte nur ein Esel übrig bleibt?
Wie ging es nach WAS FÜR EIN DRAMA! weiter?
Akın Emanuel Şipal hat am Stück weitergearbeitet, verdichtet und es fertig geschrieben. Das Stück wird von Suhrkamp vertreten. Es wurde am Schauspiel Köln uraufgeführt und dann am Burgtheater weitergespielt.
Kontakt
Kontakt zum Autor über Ruth Feindel vom Suhrkamp Theater Verlag: Feindel@suhrkamp.de.