Carsten Brandau
wurde 1970 in Hamburg geboren. In Trier, London und Heidelberg studierte er Germanistik, Geschichte und Philosophie. Danach arbeitete er als Regieassistent im Schauspiel – u.a. in Heidelberg, Düsseldorf und Dortmund. 2003 zog Brandau mit seiner Familie zurück nach Hamburg, wo er seitdem als Theaterautor und Hörspielmacher lebt und arbeitet.
Carsten Brandaus Stück 2 wurde bei WAS FÜR EIN DRAMA! #3 vorgestellt.

Fotorechte: Delmar Mavignier
2
Ausgehend von misogyner Gewalt und Femizid soll der Theatertext 2 einerseits das verschleiernde Narrativ vom Beziehungsdrama entlarven, andererseits eine Gegenerzählung entwickeln – eine Utopie, die sich dem rechten Backlash widersetzt und von einem Leben jenseits hierarchisierender Binarität erzählt. Inwieweit ist der Text nicht selbst in einer dichotomen Logik verfangen, inwieweit stützt er nicht selbst das patriarchale Machtsystem?
Zitat
nicht 2
weil 2 die verachtung
die auslöschung
weil das 1
das führt ja immer zum anderen
wie der anfang der geschichte
der immer zum ende führt
weil die geschichte dann ja nicht mehr weiter geht
wenn du
wenn du
wenn du dann nicht mehr da
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Wie ging es nach WAS FÜR EIN DRAMA! weiter?
Kurz nachdem 2 bei WAS FÜR EIN DRAMA! war, wurde der Text 2024 mit dem Hamburger Literaturpreis in der Kategorie Lyrik/Drama/Experimentelles 2024 ausgezeichnet. 2025 hat Carsten Brandau aus den Szenen von "2" kurze Hörstücke produziert (Sprecher: Manuel Harder), die 2026 beim Leipziger Hörspielsommer für den "Kurzhörspielwettbewerb" und beim Berliner Hörspielfestival für "Das kurze brennende Mikro" nominiert waren.