Hannes Becker
Hannes Becker, geboren 1982 in Frankfurt am Main, schreibt Theaterstücke und Hörspiele, zuletzt das Hörspiel „Die Symptome von Ingolstadt“ für den Bayerischen Rundfunk und mit 12 anderen Autor:innen „Mein hohles Herz singt Lieder der Versammlung“ für Deutschlandfunk Kultur. Am LICHTHOF Theater in Hamburg wurden seine Stücke „Theater der Nacht“ und „FELZWE“ aufgeführt, für das Klabauter Theater in Hamburg schrieb er das Musical „Die Schlaue Maus“.
Er hat eine Dissertation über Präventionsfantasien in der Gegenwartsliteratur geschrieben und übersetzt Theaterstücke und Gedichte aus dem Englischen, u. a. von Pamela Carter, Matthew López, Charles Reznikoff und Rosmarie Waldrop.
Sein Stück Das Bürgerliche Wohnzimmer wurde bei WAS FÜR EIN DRAMA! - Neue Stücke im Container vorgestellt.
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Fotorechte: Judith Keller
Das Bürgerliche Wohnzimmer
Es geht um den Zusammenhang von kapitalistischer Produktion, Arbeit am Theater und bürgerlicher Ästhetik. Eine Industriellenfamilie umgibt den grotesken Patriarchen, der in der Mitte sitzt und nicht spricht. Ein Brand in der Wollfabrik, die toten Arbeiterinnen. Wie war das? Wer ist verantwortlich? Am Rand: Das Mädchen in dem champagnerfarbenen Rokoko-Kleid und Das Mädchen mit dem gerafften Abendkleid. Sie sind am Ort der Produktion: der Wollfabrik, von der erzählt wird, aber auch auf dem Schnürboden, wo das Stück spielt. Die Eigentumsfrage wird gestellt, der Besitz neu verteilt. Besitz der Produktionsmittel durch die Produzierenden, Gleichwertigkeit der Mittel, der Wert der Kunst wird im Miteinander bestimmt. Das Spiel der Sprache schafft den flüssigen Konflikt.
Zitat
GUSTAV
Das waren die Folgen irgendeines Unfalls in irgendeiner der Fabriken
PATRICIA
Den „Wollanstalten“
GUSTAV
Ja, so haben wir sie genannt
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Wie ging es nach WAS FÜR EIN DRAMA! weiter?
Das Stück wurde fertiggestellt und ist frei zur Uraufführung. Die Rechte liegen beim Autor, der sich über ein Interesse von Theaterverlagen und Theatern freuen würde.
Kontakt
Hannes Becker: ha.becker@freenet.de