Silvan Rechsteiner

Geboren 1994 in Basel, studierte – nach einer abgeschlossenen kaufmännischen Lehre bei den Schweizerischen Bundesbahnen und einem Bachelor in Prozessgestaltung an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel – szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin und dramatisches Schreiben bei Stephan Teuwissen in Zürich.

Seine Stücke erscheinen beim Rowohlt Theater Verlag in Hamburg.

In der Spielzeit 2023 / 2024 war er Hausautor am Theater Basel. 2023 bis 2025 war er Stipendiat der Akademie Musiktheater heute. Sein Stück "Mosaik" war für mehrere Preise unter anderem den Deutschen Jugendtheaterpreis nominiert. 2026 würdigte der Kanton Solothurn sein Schaffen mit dem Kulturförderpreis in Literatur.

Uraufgeführte Auftragswerke: "Erna", 2023 und "Wer bremst, bleibt", 2025 am Theater Basel. "All das Nichts?", 2025 am Theater Winterthur. Librettoadaption "Der Miesepups", 2026 an der Münchener Biennale in Koproduktion mit dem JOiN der Staatsoper Stuttgart.

Zudem wurden Rechsteiners Texte als Szenische Einrichtungen und Lesungen unter anderem an folgenden Orten gezeigt: TD Berlin, Schauspiel Leipzig, Theater Koblenz, Nachtasyl Thalia Theater Hamburg, Literaturhaus Wien usw.

Sein Stück Mosaik wurde bei WAS FÜR EIN DRAMA! #2 vorgestellt.

Silvan Rechsteiner

Fotorechte: S. Teuwissen

Mosaik

Silas ist sechs, sieben oder vierzehn und träumt von lila Badeanzügen mit Schmetterlingen. Die Welt ist bunt, voller Besonderheiten, in Bewegung, formbar. In dieser Welt fühlt Silas sich ganz bei sich, auch wenn das Umfeld häufig mit Unverständnis und Ungeduld reagiert.

Als Silas acht Jahre alt ist, stirbt die Mutter. Die Trauer, das Auseinanderfallen vertrauter Beziehungen und die Hilflosigkeit des Vaters bestimmen fortan Silas‘ Aufwachsen. Immer öfter eckt Silas an, gilt als "weich", als "mädchenhaft". Denn Silas schminkt sich lieber, statt sich auf dem Schulhof mit den anderen Jungs zu prügeln. Diese äußeren wie inneren Verletzungen versucht Silas so gut es geht vor dem Vater zu verstecken – der hat schon genug mit sich selbst zu tun und soll sich keine Sorgen machen. Ein fester Bezugspunkt ist die Oma, für die Silas einfach Silas ist. Und dann ist da noch Carla, die erste Jugendliebe, die Silas vor den anderen in Schutz nimmt und Mut macht, und dann doch an ihre Grenzen kommt, als der Druck von außen zunimmt.

Berührend, zart und immer wieder komisch erzählt Silvan Rechsteiner in Mosaik vom Erwachsenwerden, vom Anderssein, von Selbstbestimmtheit und Identität.

Zitat

SILAS
Mama will, dass ich ein Junge bin.

OMA
Und ich will, dass Silas Silas ist.

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Der Text ist über den Rowohlt Theater Verlag erhältlich: theater@rowohlt.de

Wie ging es nach WAS FÜR EIN DRAMA! weiter?

Erschienen beim Rowohlt Theater Verlag.

Empfehlung der Jury des Kaas & Kappes-Preises 2025
Nominiert für den Berliner Stückepreis für junges Publikum 2024
Nominiert für den Deutschen Jugendtheaterpreis 2024

Werkstattinszenierung

Frei zur UA

Kontakt

Silvan Rechsteiner: www.silvanrechsteiner.ch

Silvan Rechsteiner | WAS FÜR EIN DRAMA!