Willi van Hengel

Willi van Hengel, geboren 1963 in Oberbruch, hat Philosophie, Germanistik und Politische Wissenschaften in Bonn studiert. Nach dem Magisterabschluss über Friedrich Nietzsche und Jacques Derrida begann er literarisch zu wirken und veröffentlichte 2006 seinen 1. Roman, den Briefroman „Lucile“. 2008 folgte der 2. Roman „Morbus vitalis“ und 2010 der Gedichtband „Wunderblöcke“. Seit 2008 wohnt er am Weißensee in Berlin, wo auch seine beiden Theaterstücke „De Janeiro – ein Punk ertrinkt in Weißensee“ (2018) und „flanzendörfer“ (2021) in der Brotfabrik uraufgeführt wurden.

Im Jahr 2022 erschien sein Roman „Dieudedet oder Sowas wie eine Schneeflocke“. 2024 brachte er gemeinsam mit Magnus Tautz sein 1. Hörbuch heraus: „Wir werden über die Einfachheit unserer Liebe staunen“. 2025 erblickten gleich zwei Werke das Licht der Welt: der Roman „Entstellung des Gesichts. Eine Verirrung“ sowie sein sinfonisches Hörbuch „Keiner Lippen Winter schweigt. Zweischneidiges Selbst: bin vollendet“ (mit Magnus Tautz und Tobias Breyer).

2026 abermals 2 Werke: der Roman „Hautlichkeit” sowie das sinfonische Hörbuch II. Mit dem Titel „Zersehnt – Poesie eines ambitionierten Fehlverhaltens”.

Im Berufsleben ist van Hengel als Lektor für mehrere Verlage sowie für den Deutschen Bundestag tätig.

Sein Stück Hinter den Brennnesseln wurde bei WAS FÜR EIN DRAMA! - Neue Stücke im Container vorgestellt.

Willi van Hengel

Fotorechte: Tim Noack

Hinter den Brennnesseln

Schonungslos, radikal und direkt – und doch in seiner ganz eigenen Poesie – geht Willi van Hengel der Frage nach, wie es ist, nie von den eigenen Eltern geliebt worden zu sein. Der Protagonist findet seinen eigenen Rückzugsort: hinter den Brennnesseln am Ententeich; einen Ort, an dem er sich nicht Gewalt, Alkoholismus, falschen Erwartungen und den Schlägen durch den Vater stellen muss. Das Brennen der Brennnesseln auf der eigenen Haut schmerzt weniger als die Begegnung mit der Wirklichkeit.

Zitat

Für diesen einen Augenblick war’s Haut:
mit ganz langem Atem.

War’s kein Gras, war’s keine Erde
und auch … noch … kein Wort.

Es war nur der Moment: deine brennende Haut, die meine löschte.

Kaum geatmet, war das Leben ab da nur noch ein schlechtes Gewissen.

Wie ging es nach WAS FÜR EIN DRAMA! weiter?

Der Autor hat das Stück weitergeschrieben, so dass nun 2 Versionen vorliegen:
1. Die rohe erste Fassung (die mehr Kraft hat) und
2. Die überarbeitete 2. Version, die „runder“ und ausgefeilter ist (aber dadurch ist das Rohe etwas in den Hintergrund getreten).

Kontakt

Willi van Hengel: www.vanhengel.de

vanhengel@outlook.de

Willi van Hengel | WAS FÜR EIN DRAMA!